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Lebenslauf erstellen

Der Lebenslauf sollte in jedem Fall übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut werden. Geben Sie Ihre Daten möglichst lückenlos an und achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung. Sollten Sie unsicher sein, lassen Sie den Lebenslauf von einer bekannten Person oder einem Dienstleister (z.B. Übersetzer) Korrektur lesen. Sie werden diesen Lebenslauf auch für den Approbationsantrag und bei der Suche nach einer Interessensbekundung oder einer Stellenzusage bei potentiellen Arbeitgebern brauchen – ein gut verfasster Lebenslauf steigert Ihre Erfolgsaussichten bei allen Schritten Ihrer beruflichen Anerkennung in Deutschland!

Wenn Sie deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau bis A2 haben, sollten Sie den Lebenslauf auf Englisch verfassen. Ab Sprachkenntnissen von B1 aufwärts verfassen Sie ihn auf Deutsch. Er muss wie folgt aufgebaut sein und sollte zwei Din-A4-Seiten nicht wesentlich überschreiten.

Achten Sie auf die Form: Ein Lebenslauf ist immer stichpunktartig aufgebaut. Mit den Standardschriften Times New Roman und Arial macht man nichts falsch. Etwas schicker und moderner sind serifenlose Schriftarten wie Helvetica oder Lato. Die Schriftgröße sollte nicht kleiner als 10 Punkt und nicht größer als 12 Punkt sein. Wählen Sie ein schlichtes und übersichtliches Layout. Farbige Rahmen, Grafiken oder Unterstreichungen lenken nur ab.

Kopf

  • Überschrift: „Lebenslauf“ oder „Curriculum Vitae“
  • Professionelles Bewerbungsfoto (in der Ecke rechts oben einfügen)
  • Persönliche Angaben: Name / Geburtsort und -datum / Staatsangehörigkeit / Adresse / Telefonnummer und E-Mail-Adresse

 

Hauptteil

  • Studium: Art des Studiums, Name der Uni, Datum des Examens, Examensnote
  • Promotion: Titel der Doktorarbeit, Name des Instituts, Name der Doktormutter oder des Doktorvaters
  • Veröffentlichungen (falls vorhanden)
  • Kongresse und fachliche Fortbildungen
  • Stipendien und Preise
  • Klinische Erfahrung / Berufserfahrung: Praktisches Jahr und Famulaturen / berufliche Tätigkeiten, mit Nennung des Fachs und der Klinik oder Praxis
  • Sprachkenntnisse: Mit Kennzeichnung der Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gut / sehr gut, Grundkenntnisse. Falls Sprachzeugnisse dazu vorliegen (z.B. Deutsch A2), sollten diese genannt werden.
  • Außeruniversitäres und soziales Engagement (wenn vorhanden)
  • Auslandsaufenthalte: Nur mit Bezug zum Studium, also Auslandssemester, Auslandsfamulaturen und Auslandstertiale oder Reisen, die zur Sprachbildung durchgeführt wurden.

 

Abschluss

  • Unterschrift mit Ort und Datum: Ort und Datum werden über der Unterschrift gelistet, das heißt die Unterschrift steht ganz unten. Bei einem digitalen Lebenslauf ist es ausreichend, wenn die Unterschrift als Scan beigefügt wird. 

Hinweise

Es ist keine Pflicht mehr, ein Bewerbungsfoto beizufügen. Die amerikanische Form der anonymisierten Bewerbung ohne Foto ist zumindest in der Gesundheitsbranche in Deutschland aber noch nicht sehr verbreitet. Daher raten wir dazu ein gut gemachtes Foto im Lebenslauf einzufügen.

Bei der Telefonnummer am besten die Mobilnummer angeben um sicherzugehen, dass keine anderen Personen wichtige Anrufe entgegennehmen. Melden Sie sich immer mit Vor- und Nachnamen. Wenn Sie eine Mailbox aktiviert haben, prüfen Sie noch einmal den Text und passen ihn gegebenenfalls an.

Wählen Sie eine gut gestaltete E-Mail-Adresse, z.B. aus Ihrem Vor- und Nachnamen. Spitznamen, Phantasienamen oder Zahlenreihen sind eher ungeeignet. Im Zweifel legen Sie sich für diesen Zweck eine neue E-Mail-Adresse an.

Nicht mehr zu den persönlichen Angaben gehören Familienstand, die Nennung von Eltern und Geschwistern oder die Glaubenszugehörigkeit.

Die Schulbildung muss nicht genannt werden.

Famulaturen und Hospitationen müssen im Lebenslauf nicht unbedingt angegeben werden. Wenn bereits genug praktische klinische Erfahrung gesammelt wurde, sollte man diese Angaben weglassen. Bewirbt man sich jedoch als Berufseinsteiger auf ein Fachgebiet, in dem man bereits famuliert oder hospitiert hat, ist die Angabe sinnvoll, da sie die Praxiserfahrung und die Motivation für das angestrebte Fachgebiet stärkt.

Als letzten Punkt im Hauptteil können Sie auch Interessen nennen, die Sie persönlich ausmachen und interessant machen. Aber nennen Sie keine Gefahrensportarten wie Freeclimbing oder Basejumping und nicht mehr als 4 Punkte. Vorteilhaft ist es, Ihre Interessen zu nennen, wenn diese einen Bezug zu Ihrem Beruf haben. Sie können den Punkt dann auch „Berufsbezogene Interessen“ nennen.

Im Abschluss wird auf eine Grußformel verzichtet.