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Das deutsche Visum beantragen

Hier erfahren Sie Schritt für Schritt wie man das deutsche Visum beantragt: Termin vereinbaren, Visumsantrag vorbereiten, Termin bei der Botschaft, Nachforderungen, erste Schritte in Deutschland, Zweckwechsel.

Ausländer brauchen für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel, sofern nicht andere Rechtsverordnungen gelten. Darunter fällt das Visum, das ist der Aufenthaltstitel zur Einreise aus dem Ausland. Daneben gibt es die Aufenthaltserlaubnis, die Sie erst in Deutschland erhalten. Es gilt bei der Bearbeitung, dass jeder Visumantrag eine Einzelfallprüfung ist. Die deutschen Botschaften oder Konsulate bearbeiten Ihren Antrag und schicken ihn zur zuständigen Ausländerbehörde nach Deutschland. Erst wenn die Ausländerbehörde eine positive Antwort gibt, kann die Botschaft ihre Zustimmung zu einem Visumantrag geben. Eine Ausländerbehörde besteht in Deutschland zumeist in jedem Landkreis oder in größeren Städten. Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem zukünftigen Wohnort. Wenn Sie keinen Wohnsitz angeben, ist die Ausländerbehörde des Kursortes der FIA zuständig.

Wichtige Hinweise:

Es ist unser Anliegen, die Inhalte unserer Informationen stets inhaltlich richtig und aktuell zu halten. Da sich die Gegebenheiten bei den einzelnen Botschaften oder Konsulaten in Einzelheiten voneinander unterscheiden, ist es jedoch unerlässlich, dass Sie die Informationen für Ihre persönliche Situation auf der Webseite der für Sie zuständigen Botschaft verifizieren und ergänzen oder dort persönlich erfragen.


In vielen Ländern ist die Bearbeitung von Visa derzeit aufgrund von Covid-19 eingeschränkt. Unabhängig von der Visumserteilung gilt: Die Entscheidung darüber, wer letztendlich nach Deutschland einreisen kann, wird nicht durch die deutschen Botschaften getroffen, sondern durch die Bundespolizei an der Grenze, über die die Einreise erfolgt. Bitte informieren Sie sich vor der Reise über aktuelle Entwicklungen, zum Beispiel auf den Webseiten des Deutschen Innenministeriums oder auf dem Infoportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland.

Die Schritte der Antragsstellung

Visum: zeitlicher Ablauf von der Antragsstellung bis zur Berufserlaubnis
Visum: zeitlicher Ablauf von der Antragsstellung bis zur Berufserlaubnis
Visum: zeitlicher Ablauf von der Antragsstellung bis zur Berufserlaubnis

Schritt 1

Vereinbaren Sie einen Termin bei der zuständigen deutschen Botschaft. Den Termin können Sie auf der Webseite der Visastelle buchen.

  • Die Wartezeiten auf den Termin sind von Botschaft zu Botschaft unterschiedlich und können 3 bis 6 Wochen betragen, manchmal auch länger. Durch die Covid-19-Pandemie können zurzeit unter Umständen keine Termine vereinbart werden.
  • Die Felder des Registrierungsformulars müssen unbedingt korrekt ausgefüllt werden. Terminbuchungen mit falschen Angaben (falsche Schreibweise des Namens, falsches Geburtstagsdatum, falsche Passnummer, etc.) werden von den Botschaften storniert.

 

Schritt 2

Bereiten Sie den Visumsantrag vor. Wichtige und aktuelle Informationen liefern die Webseiten der deutschen Botschaften mit ihren Merkblättern zu „Sprachkursen“ (§16f), „Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation“ (§16d) und den allgemeinen Informationen über nationale Visa für längerfristigen Aufenthalt (über 90 Tage). Informieren Sie sich dort sorgfältig!

  1. Visumsantragsformular ausfüllen. Das Formular finden Sie auf den Seiten der deutschen Botschaften, unter „nationales Visum“ (oder „D-Visum“ oder „längerfristiges Visum“).
    • Achten Sie darauf, dass Sie kein Studienvisum auswählen, sondern das Visum §16f oder das Visum §16d.
    • Kreuzen Sie nicht an: „Ich beabsichtige, mich nicht länger als 12 Monate im Bundesgebiet aufzuhalten“.
       
  2. Antrag auf Approbation in Deutschland stellen (staatliche Zulassung und Voraussetzung um als Arzt, Zahnarzt oder Apotheker in Deutschland praktizieren zu dürfen). Nach 3 bis 4 Wochen erhalten Sie eine Eingangsbestätigung, die Sie Ihrem Visumsantrag beilegen. 
     
  3. Beantragen Sie ein Führungszeugnis in Ihrem Heimatland.
    • Nicht jede Botschaft verlangt das für den Visumsantrag, aber Sie brauchen dieses auf jeden Fall auch für Ihrem Approbationsantrag.
    • Bei Abgabe darf dieses nicht älter als sechs Monate sein.
       
  4. Nachweis der Finanzierung des gesamten Aufenthalts: Richten Sie ein Sperrkonto ein oder besorgen Sie sich eine Verpflichtungserklärung (Bürgschaft) von einem Sponsor (z.B. Verwandtschaft in Deutschland) um nachzuweisen, dass die Finanzierung aller laufenden Kosten sichergestellt ist. Weitere Informationen dazu und den folgenden Punkten finden Sie hier.
     
  5. Planen Sie Ihre Unterkunft in Deutschland (z.B. Hotel für die ersten ein bis vier Wochen, Zimmer in Wohngemeinschaft oder eigenes Apartment) und informieren Sie sich über eine in Deutschland gültige Reisekrankenversicherung. Die Nachweise dafür müssen spätestens bei Abholung des Visums vorgelegt werden.
     
  6. Verfassen Sie Ihr Motivationsschreiben mit Angaben zur geplanten Arbeitsplatzsuche und Ihrem Anerkennungsverfahren (Branche, Region, Qualifizierungsplan zur beruflichen Anerkennung, geplanter Aufenthaltsort/Unterkunft etc.; nicht länger als eine Seite).
     
  7. Nehmen Sie Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern in Deutschland auf. Erkundigen Sie sich ob Interesse besteht Sie nach der Anerkennung Ihres Berufes anzustellen (Interessensbekundung oder Stellenzusage). Legen Sie auch die Kommunikation (Ausdruck der E-Mails) Ihrem Visumsantrag bei.
     
  8. Tragen Sie Kopien dieser Dokumente zusammen: Reisepass, Lebenslauf über den beruflichen Werdegang, Kursanmeldebestätigung bei der FIA, Hochschul- und Sprachzeugnisse. Ebenfalls benötigen Sie mehrere biometrische und aktuelle Passfotos sowie einen ausreichend frankierten und an Sie adressierten Rückumschlag.

Führungszeugnis, Lebenslauf, Hochschul- und Sprachzeugnisse

  • Übersetzung: Diese Dokumente müssen von einem amtlich zugelassenen Übersetzer auf Deutsch Übersetzt werden. Übersetzer in Deutschland können Sie in dieser Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank finden.
     
  • Beglaubigung & Legalisierung: Diese Übersetzungen müssen dann von der deutschen Botschaft beglaubigt und / oder legalisiert werden.

Schritt 3

Gehen Sie zu Ihrem Termin bei der Botschaft und geben Sie den Visumsantrag zusammen mit allen gesammelten Unterlagen und der erforderlichen Gebühr (in bar) dort ab.

 

Schritt 4

Während der Bearbeitung: Es kann sein, dass die Visastelle Punkte aus Ihrem Antrag nachfragt und / oder Unterlagen nachfordert. Reagieren Sie bitte unverzüglich darauf.

Die Bearbeitung Ihres Visumantrags dauert in der Regel bis zu vier Monate. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie vorher nichts von der Botschaft hören und verzichten Sie auf telefonische oder schriftliche Nachfragen.

Wenn Sie vier Monate auf Ihr Visum ohne Rückmeldung der Botschaft gewartet haben, kann Sie das Beratungsteam der FIA unterstützen: Füllen Sie dieses Formular aus und schicken Sie es per E-Mail an visum@fia-academy.de. Wir werden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurückmelden und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

 

Schritt 5

Die Botschaft teilt Ihnen per E-Mail mit, dass Sie das Visum bekommen werden und Ihren Pass abholen können. Diesen müssen Sie dann persönlich abholen.

Es kann aber auch sein, dass Sie einen offiziellen Ablehnungsbescheid der Botschaft erhalten. Das kann verschiedene Gründe haben. Schicken Sie das Schreiben als Kopie bitte unverzüglich per E-Mail an die FIA (visum@fia-academy.de). Die FIA fasst für Sie die Gründe zusammen und gibt Ihnen Empfehlungen, wie Sie weiter vorgehen können, z.B. einen Widerspruch (Remonstration) einzulegen oder ein neues Visum zu beantragen.

 

Schritt 6

Prüfen Sie nach Erhalt Ihres Passes, ob alle Angaben auf dem Visaetikett korrekt sind. Falls Sie fehlerhafte Angaben darin finden, sollten Sie diese der Botschaft umgehend mitteilen.

Bereiten Sie Ihre Reise nach Deutschland vor:

  1. Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung ab. Diese müssen Sie bei der Erteilung des Visums vorweisen.
  2. Organisieren Sie verbindlich Ihre Unterkunft.
  3. Informieren Sie das FIA Beratungsteam über Ihre Ankunft in Deutschland. Sie erhalten dann umgehend verbindliche Informationen zu Ihrem ersten Kursstart.

 

Schritt 7

Nach der Einreise in Deutschland: Melden Sie sich umgehend beim Einwohnermeldeamt an (am neuen Wohnort zu finden im Bürgerbüro, Bürgerservicezentrum, Rathaus) und vereinbaren Sie einen Termin bei der Ausländerbehörde um Ihre Aufenthaltstitel zu beantragen. Den Termin sollten Sie spätestens vier bis sechs Wochen vor Ablauf des Visums vereinbaren.

Mit dem nationalen Visum können Sie innerhalb des Schengen-Raums reisen.

 

Schritt 8

Zweckwechsel der Aufenthaltserlaubnis

  • Der Aufenthaltstitel §16f ist nur für ein Jahr gültig. Daher ist es notwendig, den Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde zu §16d zu wechseln. Dies können Sie nach den erfolgreich absolvierten Sprachkursen und mit dem Bescheid der Approbationsbehörde tun.
     
  • Der Aufenthaltstitel §16d ist nur für 18 bis max. 24 Monate gültig. Daher kann es bei einer Wartezeit auf die Kenntnisprüfung sinnvoll sein, einen Arbeitsplatz im Rahmen der (eingeschränkten) Berufserlaubnis zu suchen. Dann kommt ein Aufenthaltstitel nach §20 Abs. 3 Nr. 4 infrage (Visum zur Arbeitsplatzsuche für Fachkräfte).